Neue Organisation, neue Leitung: AGCS will Geschäft mit alternativem Risikotransfer weiter ausbauen

Pressemitteilung | 9. Oktober 2018 | London/New York/München/Paris
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  • Bestehender Geschäftsbereich „Alternative Risk Transfer“ (ART) gliedert sich ab 1. November in zwei Spezialeinheiten auf.
  • „Capital Solutions“ wird von Richard Boyd geführt, derzeit ART Chief Underwriting Officer; „Alternative Risk Transfer“ wird unter dem bisherigen Namen von Michael Hohmann geleitet, derzeit Global Head of Liability bei der AGCS.
  • Neue globale Führung der Sparte Haftflicht: Ab dem 1. Januar 2019 übernimmt Ciara Brady von der Swiss Re die Position des Global Head of Liability.

Nicht-traditionelle Versicherungslösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung für Unternehmen. Darauf reagiert die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) mit einer Reorganisation des Geschäftsbereichs "Alternative Risk Transfer" (ART). Dieser wird sich ab 1. November 2018 in zwei neue Expertenteams aufteilen:  Das „Insurance-Linked-Markets“-Team entwickelt sich zu dem eigenständigen Geschäftsbereich „Capital Solutions“ und wird von dem derzeitigen ART Chief Underwriting Officer Richard Boyd geleitet. Die verbleibenden ART-Expertengruppen, die für Rückversicherung, Wetterversicherung und spezielle Risikotransferlösungen für Unternehmen verantwortlich sind, werden unter dem bisherigen Namen „Alternative Risk Transfer“ (ART) unter der Leitung von Michael Hohmann fortgeführt. Hohmann gibt seine bisherige Funktion als Global Head of Liability an Ciara Brady ab, die von der Swiss Re zur AGCS wechselt.

„Große Unternehmen möchten mehr Kontrolle über ihr Risikomanagement gewinnen – und zwar über die traditionellen Versicherungsprodukte im Schaden- oder Haftpflichtbereich hinaus. Unsere beiden neuen Geschäftssparten bieten Antworten darauf und schützen unsere Kunden durch Multiline- oder Mehrjahresverträge, parametrische Deckungskonzepte oder Risikotransfer über den Kapitalmarkt vor Ertrags- und Cashflow-Risiken. Die neue organisatorische Aufstellung und Führung werden der AGCS helfen, dieses wichtige Geschäftsfeld weiter auszubauen“, erklärt Hartmut Mai, AGCS Vorstand und Chief Underwriting Officer Corporate.

In ihrer bisherigen „kombinierten“ Form hat sich ART zu einem wichtigen Geschäftsbereich der AGCS weltweit entwickelt und trug im vergangenen Jahr 1,135 Mrd. EUR zu den Prämieneinnahmen bei (einschließlich Einnahmen aus Fronting-Geschäften). Immer mehr große internationale Unternehmen wünschen mehr als klassische Industrieversicherungsprodukte und interessieren sich für maßgeschneiderte Lösungen für  komplexe,  neuartige oder immaterielle Risiken, die über traditionelle Policen oftmals nicht angemessen gedeckt werden können. Der Geschäftsbereich ART bietet solche kundenspezifischen Deckungskonzepte, bei denen Produkte und Dienstleistungen von AGCS und ART zusammengeführt werden und die – anders als klassische Firmenversicherungen – oft spartenübergreifend und/oder mehrjährig angelegt sind. Die ART hat sich zudem auf Fronting-Leistungen für Captive-Programme spezialisiert, mit denen sich große Unternehmen selbst versichern, und stützt sich dabei auf das weltweite Netz lokaler Gesellschaften und Partner der Allianz. Außerdem bietet ART Rückversicherung und Wetterversicherungslösungen, z. B. um Energieversorger vor widrigen oder schwankenden Wetterbedingungen zu schützen, die sich unmittelbar auf ihre Erträge auswirken.

Gleichzeitig interessieren sich Investoren und Versicherer stärker für Produkte, die Versicherungs- und Kapitalmärkte zusammenführen. Diese sogenannten Versicherungsverbriefungen bieten sich typischerweise an, wenn Kapitalmarktanleger wie Rentenfonds Versicherungsrisiken im Rahmen ihrer Portfoliodiversifizierung einsetzen – beispielsweise mithilfe von Katastrophenbonds. Als global tätiger Versicherer mit einem ungewöhnlich breit gestreuten Portfolio hat die AGCS zahlreiche Risiken in ihrem Bestand, die vom Capital-Solutions-Team so strukturiert werden können, dass sie für Kapitalanleger attraktiv sind – beispielsweise ereignisbezogene Risiken aus Erdbeben oder Hurrikanen.

Als Nachfolgerin von Michael Hohmann übernimmt Ciara Brady ab dem 1. Januar 2019 die Funktion des Global Head of Liability bei der AGCS und verlässt dafür ihre derzeitige Position als Head Casualty Treaty Global and International bei der Swiss Re. In ihrer fast 20-jährigen Karriere in der Assekuranz in Kanada und der Schweiz kam Frau Brady 2005 zur Swiss Re in Toronto und übernahm dort seither verschiedene Positionen im Management der Haftpflichtversicherungssparte. Sie bleibt weiter in Zürich, wird aber regelmäßig an den wichtigen Haftpflicht-Standorten der AGCS präsent sein. 

In der Übergangsphase von 1. November bis 1. Januar übernimmt Alfred Henneböhl, stellvertretender Global Head of Liability bei AGCS, die Verantwortung für die Haftpflichtsparte und arbeitet bei der Organisation des Tagesgeschäfts eng mit dem globalen Führungsteam des Bereichs zusammen.  Der berufliche Schwerpunkt von Paul Schiavone, derzeit Global Head of ART, wird sich verstärkt auf seine regionale Zuständigkeit als North America Head of Long Tail Corporate Lines verlagern.

AGCS-Vorstand Mai kommentierte den Führungswechsel im Bereich Liability: „Ich freue mich, Frau Brady bei der AGCS begrüßen zu können. Sie wird eine erfolgreiche Sparte von Michael Hohmann übernehmen, der nach neun Jahren als Global Head of Liability nun den Ausbau unseres Geschäfts jenseits der klassischen Industrieversicherung weiter vorantreiben wird.“

Ciara Brady

Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) is a leading global corporate insurance carrier and a key business unit of Allianz Group. AGCS provides risk consultancy, Property-Casualty insurance solutions and alternative risk transfer for a wide spectrum of commercial, corporate and specialty risks across 12 dedicated lines of business.

Our customers are as diverse as business can be, ranging from Fortune Global 500 companies to small businesses, and private individuals. Among them are the world’s largest consumer brands, tech companies and the global aviation and shipping industry, but also wineries, satellite operators or Hollywood film actors. They all look to AGCS for smart answers to their largest and most complex risks in a dynamic, multinational business environment and trust us to deliver an outstanding claims experience.

We constantly strive to deliver the best for our customers through our global team of around 4,400 employees from over 70 nationalities in 34 countries worldwide. As the one of the largest Property-Casualty units of Allianz Group, we are backed by strong and stable financial strength ratings and a global network in over 200 countries and territories. In 2018, AGCS generated a total of €8.2 billion gross premium worldwide.

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