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Events

Fachforum Marine 2015

Die globalisierte Welt verändert sich dramatisch schnell, das globale Wachstum lebt von funktionierenden Transportlieferketten und diese sind gefährdet, in verschiedener Hinsicht. 

Das erfuhren ein weiteres Mal die Gäste des diesjährigen AGCS Marine Fachforums; es fand in der Woche vom 12. - 19. Oktober in Frankfurt, Hamburg, München und Köln statt.

Trauriger Rekord in Sicht: Tianjin

Wie in jedem Jahr berichtete Gastgeber Ulrich Kütter über die aktuelle Lage am globalen Transportmarkt (=> IUMI): Zwar mussten Cargo und Hull in 2014 nur wenige Großschäden verkraften, doch trüben die Auswirkungen der Explosion in Tianjin und der starke Ratenverfall in Seekasko bereits die Aussichten für dieses Jahr. Das Ausmaß der Tianjin Katastrophe ist noch nicht absehbar, doch könnte sie als größter Transportschadenfall in die Geschichte eingehen. Auf jeden Fall wird das Ereignis Konsequenzen für den Marine-Markt haben, insbesondere für die Automobilhersteller, die mit Abstand am stärksten betroffen sind. Nach wie stehen die globalen Transportprämien nicht im richtigen Verhältnis zum Wert der versicherten Waren. Zur Präsentation

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Tianjin: Größter Transportschadenfall in der Geschichte?

Ständig im Wandel: Transportrisiken zu Land und zur See

Georg Klöcker, Managing Director bei der maritimen Risikobewertung und Qualitätsbemessung, kurz MRQ, gab einen Überblick über die weltweiten geopolitischen Risiken und infrastrukturellen Veränderungen. An geopolitischen Hotspots ist der internationale Warenverkehr besonders gefährdet. Aktuelle Information ist alles: Konfliktvoraussagen und damit verbundene Risikobewertungen gelten heutzutage in der Regel maximal sechs Monate!
Ausweichmöglichkeiten zu den maritimen High Risk Areas könnten in der Zukunft die Routen der neuen Seidenstraße bieten,  Landwege zwischen Europa und China bzw. bis in den Fernen Osten.  Die Investitionen sind enorm, doch auch diese Routen bergen Risiken.  Zur Präsentation

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Routen der „neuen Seidenstraße“ als Alternative zu gefährlichen Seewegen. Aus der Präsentation von Georg Klöcker

Gefahr aus dem Netz:  Droht uns ein „Cybergeddon“?

Offen und anschaulich schilderte Florian Oelmaier, IT-Sicherheitsexperte von Corporate Trust, die Bandbreite krimineller Aktivitäten im Internet. Waren es vor wenigen Jahren noch Computer Nerds, die im Netz ihr Unwesen trieben, haben wir es heute mit einer organisierten Cyberkriminalität zu tun, die künftig auch Terroristen für sich nutzen könnten – oder es bereits tun? Aus Oelmaiers Vortrag ließ sich ableiten, dass gerade der Bereich Mobilität und Transport anfällig für Cyberangriffe ist. Immerhin - Schutzmaßnahmen können Risiken mindern, jedoch sind die Herausforderungen groß, vieles wird nicht öffentlich, und gerade diesen Mantel des Schweigens gilt es schnellstmöglich zu lüften. Zur Präsentation

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"Cybergeddon" – der Begriff ist an "Armageddon" angelehnt und soll eine finale oder endzeitliche Entscheidungsschlacht im Cyberraum bezeichnen

Governance & Compliance bei der Schadenbearbeitung

Governance und Compliance sind der Allianz wichtig, auch im Schadenbereich. Dem Referenten Dr. Andreas Shell, Global Head of Claims Short-tail, ging es darum, das Bewusstsein für diese Problematik auch gegenüber den AGCS-Kunden zu schärfen. Der Umgang mit Sanktionen, Bestechung, Betrug, Kartellrechtsfragen bis hin zu Whistleblowing wurde offen thematisiert. Zur Präsentation

Kontakt

Ulrich Kütter
Head of UW Marine CEE
ulrich.kuetter@allianz.com